Stadt der Wissenschaft 2006: Dresden

Mit viel Witz und einem kräftigen Schuss Selbstironie zeigte sich Dresden

im Jahr des 800-jährigen Stadtjubiläums als Stadt der Wissenschaft.


Bereits etablierte Veranstaltungen bündelte Dresden und ergänzte sie durch neue Formate. Sie widmete sich im besonderen Maße der zielgerichteten Wissensvermittlung, übergreifenden Marketing- und Presseaktivitäten und dem Aufbau und der Pflege von Partnerschaften. Ziel all dieser Bemühungen war und ist Nachhaltigkeit. Einige Highlights aus dem Programm:


Tal der AhnungsdosenTal der Ahnungsdosen
Lange Zeit galt Dresden im Volksmund als "Tal der Ahnungslosen". Die Neugier und Offenheit der Dresdner gegenüber der Wissenschaft beweisen jedoch das Gegenteil. Daher wurde die Öffentlichkeit aufgefordert, ihre Visionen zu Wissenschaft in Dresden aufzuschreiben und in einer leeren Dose abzugeben. Die Ideen wurden dann auf der Internetseite der Wissenschaftsstadt Dresden veröffentlicht. Die Dosen wandelten Studenten der Hochschule für Bildende Künste Dresden in eine Bühneninstallation für die ErkennBar um – ein Symbol für den Wissensdurst der Dresdner Bürger.


ErkennBarErkennBar
Die Elbwiesen in Dresden sind städtebaulich wie landschaftlich eine Rarität von Weltrang und ein beliebter Erholungsort. Hier baute in den Sommermonaten die ErkennBar ihre Bühne auf.
Als Bar angelegt entstand direkt am Fluss ein lebendiger Ort zur Entspannung und zum Austausch über Wissenschaft mitten im Zentrum der Stadt. Das umfangreiche Begleit-
programm "Im Reich der Sinne" zeigte mit Diskussionen, Filmen, Vorträgen und Präsentationen, wo sich Wissenschaft im Alltagsleben wiederfindet.


Internationaler Uni-WettstreitInternationaler Uni-Wettstreit
Studenten aus Dresden und den Partnerstädten stellten in einem Wettstreit ihr Wissen und ihre Kreativität unter Beweis. Themen waren "Unglaubliche Phänomene der Wissenschaft".
Im Rahmen einer Quizshow wurden den Teams verblüffende Experimente vorgeführt, deren Ergebnisse und Erklärungen sie vorhersagen mussten. Sieger wurde das Dresdner Team, welches die besten und treffendsten Erklärungen lieferte. Darüber hinaus konnte das Publikum seinen Favoriten wählen.


Lange Nacht der WissenschaftenLange Nacht der Wissenschaften
Am 30. Juni 2006 öffneten Dresdner Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihre Labore und luden dazu ein, sich bei mehr als 200 Veranstaltungen auf Wissenschaft einzulassen. Die Interessierten erwarteten Laborführungen, unterhaltsame Vorträge und spannende Experimente von A
wie Alchimist bis Z wie Züchtungsforschung. Kabarett, Konzert und Kino, Wissenschaftsshows und verschiedene Kinderprogramme sorgten für ein abwechslungs- und lehrreiches Vergnügen für jede Altersgruppe.


EröffnungsshowEröffnungsshow und Abschlussfest
Als moderierte Wissenschaftsshow erweckte die Eröffnungsshow mit Elementen aus Kunst und Forschung die Geschichte der Wissenschaftsstadt Dresden zum Leben. Erstmals wurden die Titel "Juniordoktor" und "Ehrenbürger der Stadt der Wissenschaft 2006" verliehen. Für den "Juniordoktor" besuchten Schüler
Juniordoktorentlang eines Wissenschafts-Passes verschiedene Veranstaltungen und bewiesen in einem Quiz ihre neu erworbenen Kenntnisse. Als "Ehrenbürger" wurden Dresdner Bürger auf dem Abschlussfest ausgezeichnet, die sich durch ehrenamtliches Engagement verdient um die Wissenschaft ihrer Stadt gemacht haben. Das Finale gestattete einen Blick in die Zukunft der Wissenschafts-
stadt Dresden, untermalt mit futuristischen Objekten, filmischen und musikalischen Elementen.

Fotos: Andreas Seeliger/Stadt der Wissenschaft Dresden