Bremerhaven:
Von der Sommerschule Wasser
hin zur Wasserakademie

Wasser ist das nasse Element prägt das Leben in der Seestadt Bremerhaven – von der Fischwirtschaft und der Meerestechnik über die Offshore-Windenergie bis zum Tourismus.


Für Bremerhaven ist der maritime Wirtschafts- und Wissenschaftssektor ein wesentlicher Standortfaktor. Und mit der Sommerschule Wasser, die erstmals im Rahmen der Stadt der Wissenschaft 2005 stattfand, hat sich ein wesentliches Projekt rund um das Thema etabliert. In einem deutschlandweit einzigartigen Konzept bieten die wissenschaftlichen Einrichtungen der Seestadt Grundschülerinnen und -schülern aller vierten Klassen in Bremerhaven die Möglichkeit, Wasser in unterschiedlichen Facetten zu erleben.

Seitdem gehen die Nachwuchsforscherinnen und -forscher in den wissenschaftlichen Einrichtungen Forscherfragen nach, die von der Wiederaufbereitung von Schmutzwasser bis hin zu Wassertieren und deren Ernährung reichen. In den vergangenen sieben Jahren haben mehr als 3.700 Grundschülerinnen und -schüler an der Sommerschule Wasser aktiv teilgenommen. Es ist zu einem festen Bestandteil des Lehrplans der Bremerhavener Grundschulen geworden und hat sich als außerschulisches Lehrangebot integriert.

Auf diesen spürbar erfolgreichen Beitrag aufbauend erweiterten die beteiligten Partner sechs Jahre später – die Schülerinnen und Schüler der ersten Sommerschule Wasser wechselten in die Oberstufen – ihr Angebot. Sie entwickelten die Wasserakademie, ein jeweils dreitägiges Programm für Oberstufenschülerinnen und -schüler von neun Bremerhavener Oberstufen.

Folgende Partner tragen das Projekt: Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Deutsches Schifffahrtsmuseum, Historisches Museum Bremerhaven, Hochschule Bremerhaven, Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, Lehrerfortbildungsinstitut Bremerhaven, Philosophische Gesellschaft, Stadttheater Bremerhaven, Phänomenta Bremerhaven e.V., Zoo am Meer Bremerhaven GmbH, Volkshochschule Bremerhaven, die Landeszentrale für politische Bildung Bremen und das Schulamt des Magistrats der Stadt Bremerhaven.

Kernidee der Wasserakademie ist es, Schülerinnen und Schüler mit dem Standortfaktor "Wasser" und dem maritimen Wissenschafts- und Wirtschaftssektor vertraut zu machen und auf diese Weise Möglichkeiten zu bieten, frühzeitig berufliche und regionale Standortfaktoren kennen zu lernen. Auf diese Weise kann der Fachkräftemangel in den zukunftsorientierten maritimen Branchen (insbesondere Windenergie, Lebensmittelwirtschaft/Fischindustrie, (Kreuzfahrt)-Tourismus, marine Biotechnologie, …) in der Region gedeckt werden.

Auf hohem wissenschaftlichem Niveau werden die Themen rund um das Element Wasser von den Schülerinnen und Schülern aufbereitet, so dass neben einer beruflichen Orientierung auch dem Anspruch des selbstständigen Arbeitens und der eigenständigen Problemlösung sowie Dokumentation/Ausarbeitung nachgekommen wird. Dadurch wird neben der beruflichen Orientierung zudem ein bewussterer Umgang mit der Ressource Wasser im Alltag erzeugt. Erstmals fand die Wasserakademie vom 18. Januar bis 15. Februar 2011 mit rund 200 aktiven Jugendlichen statt.

Mit diesem erfolgreichen Projekt haben die wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen mit der Stadt Bremerhaven und den Schulen einen spürbaren Beitrag geleistet, um den für die Stadt bedeutende Standortfaktor "Wasser" zu stärken. Darüber hinaus ist dieses Projekt exemplarisch für die sehr gute Netzwerkarbeit der wissenschaftlichen Einrichtungen in Bremerhaven und die Zusammenarbeit von Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft. Um das für die Region so bedeutende Thema "Wasser" und diesen Standortfaktor für die maritime Wissenschafts- und Wirtschaftsbranche auch in der breiten Öffentlichkeit noch stärker ins Bewusstsein zu rücken, ist ein Thementag in der Seestadt geplant.

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